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BeitragThema: Biographie   Sa Nov 15, 2008 11:19 pm

System of a Down ist eine 1995 in Kalifornien gegründete Alternative-Metal-Band, die verschiedene Musikgenres miteinander verbindet. Alle Bandmitglieder sind armenischer Herkunft.

Bandgeschichte

1993 gründeten Serj Tankian (Gesang, Keyboard) und Daron Malakian (Gitarre, Gesang) die Band Soil (nicht zu verwechseln mit der Metal Band SOiL). Der damalige Schlagzeuger war Andy Khachaturian, der aber die Band verließ und dann 1999–2002 Sänger von The Apex Theory war. Shavo Odadjian, der auf dieselbe armenische Privatschule in Kalifornien ging wie Serj und Daron, verstand sich gut mit den beiden und wurde kurze Zeit später gefragt, ob er nicht der Manager der Band werden wolle. Es lief aber darauf hinaus, dass er den Bass in der Band übernahm. 1995 trafen sie auf John Dolmayan (Schlagzeug). Zusammen mit ihm gründeten sie die Band System of a Down.

Noch im selben Jahr bekommen sie von Rick Rubin, der sie durch Zufall bei einem Auftritt im stadtbekannten Viper Room sah, einen Plattenvertrag vermittelt und beginnen sofort mit den Aufnahmen für ihr erstes Album „System of a Down“. Dieses präsentieren sie als Vorband von Slayer auf deren Tour zum ersten Mal vor großem Publikum. Bis zum nächsten Album vergehen drei Jahre. Toxicity führt den begonnenen musikalischen Stil fort. Insbesondere der aggressive Gesang von Serj und Daron wirkte durch den Wechsel zwischen laut und leise, beziehungsweise schnell und langsam sehr gut auf die Hörer, so Tankian. 2002 erscheint Steal This Album!, welches Lieder enthält, die zwar für „Toxicity“ geschrieben, dort aber nicht veröffentlicht wurden. Serj Tankian betont aber ausdrücklich, dass „Steal This Album!“ keine B-Seiten enthält, sondern lediglich das angefangene Projekt „Toxicity“ beendet und Platz für neue Lieder schafft. Wie bereits in den vorherigen Alben fließen auch hier die Gedanken der Band zur amerikanischen Regierungspolitik mit ein, die sie heftig kritisieren.

Wieder vergehen drei Jahre, in denen sich besonders Serj diversen Nebenprojekten wie z. B. seinem eigenen Musiklabel Serjical Strike widmet. 2005 erscheint „Mezmerize“. Es erreicht großen kommerziellen Erfolg und klettert in zwölf Ländern (u. a. Deutschland) auf Platz eins der Charts. Mezmerize ist jedoch nur der erste Teil eines Albumpaares. Zusammen mit dem am 18. November 2005 erschienenen Album „Hypnotize“ bildet es eine musikalische und inhaltliche Einheit. Beide Alben werden durch das Stück „Soldier Side“ miteinander verbunden, welches auf Mezmerize als Intro fungiert und auf Hypnotize das Album abschließt. Laut eigener Aussage der Band wollten sie die zur gleichen Zeit aufgenommenen Lieder nicht alle gleichzeitig auf den Markt bringen, nicht um die Verkaufszahlen zu erhöhen, sondern um dem Publikum Zeit zu lassen, sich mit dem Stoff des ersten Teils auseinandersetzen zu können.

Nach den beiden Alben entschloss sich die Gruppe Mitte 2006, eine Ruhepause einzulegen, in der sich die vier Mitglieder mehr ihrem Privatleben und Soloprojekten widmen wollen, wie Gitarrist Malakian verlauten ließ. So befasst sich der Sänger Serj Tankian mit einem Soloprojekt, während Gitarrist Daron Malakian und Schlagzeuger John Dolmayan zusammen eine neue Band mit Namen Scars on Broadway, welche in den musikalischen Grundzügen stark der Musik von System of a Down ähnelt, gründeten.

Aufgrund der Fehlinterpretation eines Interviews mit Serj Tankian hält sich das Gerücht einer Auflösung der Band hartnäckig. Jedoch wird von Tankian hier lediglich die kreative Pause bestätigt. [1] Malakian hingegen zweifelt in einem Interview an der Reunion der Band in absehbarer Zeit. [2] Wie er jedoch am 11. September 2008 bei Rock TRL auf MTV sagte, werde es ein System-of-a-Down-Album geben, jedoch erst nach einem neuen Album von Scars on Broadway.

Stil

Die Bandbreite der Musik von System of a Down reicht von Nu Metal, Heavy Metal, Thrash Metal, Grunge, Progressive Metal, Psychedelic Rock über Punkrock und Hardcore-Punk bis hin zu armenischer Folklore. Aufgrund dieser Vielseitigkeit wird der Stil oftmals schlicht als Alternative Metal bezeichnet. Ein weiteres Merkmal der Band, deren Mitglieder armenischer Abstammung sind, ist die politische Aussage ihrer mehrdeutigen Liedtexte: So kritisieren System of a Down des Öfteren die zeitgenössische amerikanische Politik und die Massenmedien. Zudem machen sie in einigen Liedern auf den Völkermord an den Armeniern aufmerksam.

Eine weitere Rolle in der Musik der Band spielt der Humor. Deutlich wird dies bei Liedern wie „This Cocaine Makes Me Feel Like I’m On This Song“ oder „Vicinity Of Obscenity“, die durch einen weitgehend sinnlosen Text und ungewöhnliche musikalische Gestaltung bestimmt sind. Auch ihre Herkunft beeinflusst die Melodien ihrer Stücke: Spuren von armenischer Volksmusik findet man unter anderem in dem Lied „Radio/Video“.

Charakteristisch für System of a Down sind neben dem Wechselgesang des Frontsängers Tankian und des Gitarristen Malakian auch die harten Übergänge von aggressiven und lauten Gitarren- und Schlagzeugparts zu eher sanften Passagen, in denen die stimmliche Klasse Tankians besser zum Ausdruck kommt.

Es ist bekannt, dass sich der Bandname „System of a Down“ von einem Gedicht Malakians namens „Victims of A Down“ ableitet.


Alben
System of a Down, (4. August 1998)
Toxicity, (27. September 2001)
Steal This Album!, (25. November 2002)
Mezmerize, (17. Mai 2005)
Hypnotize, (18. November 2005)

Singles
1998: Sugar
1999: Spiders
2001: Chop Suey!
2001: Toxicity
2002: Aerials
2002: Innervision (Keine Maxi-CD/Kein Video, nur zur Promotion)
2003: I-E-A-I-A-I-O (Keine Maxi-CD/Kein Video, nur zur Promotion)
2005: B.Y.O.B. (Nur in den USA und Australien eine Mini-CD)
2005: Question! (In Deutschland nur als DVD-Single, in Großbritannien noch zwei weitere Versionen ohne DVD)
2005: Hypnotize
2006: Lonely Day

Demoaufnahmen
„Demo Tape 1“ – („Suite-Pee“, „Sugar“, „DAM“, „P.L.U.C.K.“)
„Demo Tape 2“ – („Honey“, „Temper“, „Soil“)
„Demo Tape 3“ – („Know“, „War?“, „Peephole“)

Samplerbeiträge
Nativity in Black 2 (Tribute Sampler): Snowblind (Original von Black Sabbath)
Dracula 2000 OST: Metro (Original von Berlin)
Nicht noch ein Teenie-Film OST: Metro (Original von Berlin)
Disturbia OST: Lonely Day

Videografie
1998: War?
1998: Sugar – Regie: Nathan Cox
1999: Spiders – Regie: Charlie Deaux
2001: Chop Suey – Regie: Marcos Siega/Shavo Odadjian
2002: Toxicity – Regie: Shavo Odadjian
2002: Aerials – Regie: Shavo Odadjian
2003: Boom! – Regie: Michael Moore
2005: B.Y.O.B. – Regie: Jake Nava
2005: Question! – Regie: Shavo Odadjian/Howard Greenhalgh
2005: Hypnotize – Regie: Shavo Odadjian
2006: Lonely Day – Regie: Josh Melnick und Xander Charity

Auszeichnungen
2005: MTV Europe Music Award – Best Alternative
2006: Grammy – Best Hard Rock Performance (für den Song B.Y.O.B.)
2006: Echo – Best Alternative International

Quelle: Wikipedia

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